Tag 7

Heute sind wir von Wick nach Durness und dann nach Kyle gefahren, das ist das ist von ganz oben rechts nach ganz oben links und dann durch halb Schottland nach unten.

Das ergibt 458 Kilometer. Die ca. 100 km an der Nordküste bei 9,5 Grad, dickem Nebel und sehr unangenehmer feuchter Luft. Danach 150 km nur noch kalt aber trocken und dann ging unser Plan auf, wir waren durch die Wetterfront durch.

Jetzt nur noch mal schnell 200 km bei Sonnenschein gefahren damit wir morgen einen ganzen Tag für die Isle of Skye haben. Wir haben die erste Unterkunft in Kyle genommen, da wir froh waren was zu bekommen und nur halb so teuer war wir die der letzten Tage.

Den Abend haben wir am Hafen mit Sandwiches, Oliven, Bier und guter Laune ausklingen lassen – zu mehr hat es nicht mehr gereicht – wir sind platt – Gute Nacht

Tag 6

Heute sind wir erst spät gestartet. Da es Frühstück erst ab 8:00 gab und wir definitiv müde waren, ließen uns so richtig Zeit. Der Ausblick beim Frühstück war aber auch grandios, definitiv ein Vorteil wenn das Hotel direkt am Loch Ness liegt.

Als wir dann gegen 11:00 aufgebrochen sind, waren es schon 20 Grad bei strahlenden Sonnenschein. Das ist viel zu viel für Motorradklamotten, also rauf auf das Motorrad und los.

Wir wollten heute die Ostküste hochfahren und in Dunnet, dem nördlichsten Punkt von Schottland den Leuchtturm sehen. Das dunkle im Hintergrund ist eine Gewitterfront und während wir Richtung Norden fuhren, sahen wir die Blitze.
Dennoch hatten wir die ganze Fahrt Glück. Wir fuhren parallel zum Gewitter und kamen trocken am Schloss Dunbeath an.

IMG_0874Während wir in der Schlange gewartet haben, haben wir überlegt was uns der Besuch wert wäre. Bis 3 Pfund würden wir reingehen, über 7 Pfund würden wir wieder gehen und dazwischen müssen wir noch mal überdenken. Als es dann 11 Pfund kosten sollte um das Schloss zu sehen, sind wir direkt wieder gegangen und haben uns denn Garten im Internet angesehen.

Nächster Stopp sollte Wick in ca. 70km sein, da zeigte uns Schottland wie schnell das Wetter wechseln kann. Wir fuhren in 134 Höhenmeter direkt an der Wolkengrenzeei 11 Grad und einer sehr schlechten Sicht weiter. Schlagartig wurde es unangenehm kalt, da wir ja morgens bei sonnigen 20 Grad nur ein T-Shirt unter der Jacke hatten. Guter Zeitpunkt für eine Mittagessen dachten wir als die sich die nächste Möglichkeit bot.

Wir hatten nur ein Problem; hier wurde Englisch mit einem schottischen Slang gesprochen. Ich glaube wir haben jeden Satz nachgefragt. Das Essen war aber super und sie hatten sogar alkoholfreies Bier. Nachdem wir uns aufgewärmt hatten, war die Wetterfront weg und wir fuhren weiter. Leider war das schlechte Wetter nicht weg, es war einfach nur vor uns, also noch mal durch.

Nach dem Check-In im Hotel haben wir uns wieder auf den Weg gemacht, nächster Punkt war das Schloss von Elisabeth der I. Auch hier sind wir bei guten Wetter losgefahren, und kamen erneut in die Schlechtwetterfront. Das nervigste sind die kleinen Tropfen auf dem Visier, von der Kleidung her ist das völlig ok. Wieder ging das Thermometer auf 10 Grad und wieder hat das Wetter umgeschlagen. Und so konnten wir das Schloss und den Kaffee im herrlichsten Wetter bestaunen.

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Jetzt nur noch an den nördlichsten Teil von Schottland der „Dunnet’s Head“ bei Dunnet. Auf dem Weg dahin sah es noch so aus

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Der Leuchtturm aber lag schon im Nebel

IMG_0895Und die Klippe war kaum noch zu erkennen

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Tag 5

Heute startet der Tag ohne Frühstück, ich muss mal wieder aufs Gewicht achten. Dafür aber mit fantastischem Wetter.


Es sind nur 17 km zu Eilean Donan Castle, eines der schönsten Burgen von Schottland. Wir sind zwar recht früh da, aber natürlich sind schon Reisebusse da und der Duddelsackspieler ist voll in seinem Element. Schnell noch ein Selfie bevor wir die 14£/18€ Eintritt bezahlen.


Ehrlich gesagt sieht sie von außen besser aus da sie Anfang 19. Jahrhundert komplett neu aufgebaut und innen dem Stand der Zeit angepasst wurde. Da man mit den anderen Touristen von Eingang bis zum Ausgang „durchgetrieben“ wird, sind wir bald wieder gegangen.

Jetzt aber los zum besten Bergpass in Schottland, dem Bealach na Bà. Ein Schild an Anfang warnt das Wohnmobile und Anfänger hier nicht fahren sollten.

Da wir weder mit dem Wohnmobil da waren noch Fahranfänger ist, war es klar wo wir lang fahren. Diese Strecke ist zwar eng, aber in einem guten Zustand. Es kommen wirklich keine zwei Fahrzeuge aneinander vorbei. Dafür gibt es ganz viele Buchten. Sieht man ein Fahrzeug auf einen zukommen, fährt man in die Bucht und warten.

Ich habe die ganze Strecke gefilmt, sie ist wirklich atemberaubend


Aber in der Hochsaison muss es die Hölle sein, bei vielen Fahrzeugen kommt man kaum noch voran. Danach in Applecross noch einen Kaffee getrunken und vorher noch einen Parkplatz gesucht 😏


Danach ging es Richtung Hotel. Auch hier haben wir nur „Single roads“ genommen. Man fährt einfach langsamer und entspannter – und sieht mehr von Schottland. Zwischendurch eine kleine Pause in einem kleinen Straßenkaffee.

Und dann – der erste Regen.

Wir sind einfach sitzengeblieben und haben noch einen Kaffee getrunken und schon war er vorbei😏

Jetzt sitzen wir in einem Pub in der Nähe von Inverness und ich habe schon wieder im Billard verlorenen.

Als letztes noch ein kurzer Trip zu einem alten Castle.


Das Bild ist gegen 22:00 entstanden, wir sind hier schon so hoch im Norden das es nachts gar nicht ganz dunkel wird.

Tag 4

Die Tage im Schottland sind länger und damit die Nächte kürzer. Um 5:15 war es komplett hell und heute kam die Sonne schon morgens raus. Damit bot sich Peter und mir folgender fantastischer Ausblick:


Nach dem englischen Frühstück von Ben ging es dann zu Neptuns Stairs, einer aneinander Reihung von Schleusen. Irgendwann werde ich mal nachlesen warum das so ist. 

Gut gelaunt ging es dann nach Glenfinnan. Für die die jetzt nicht gleich schreien: „Ohh, wie geil“, möchte ich erwähnen das hier die Zug Szene von Harry Potter gedreht wurde. 

Also für die, die noch nie eine Brücke gesehen haben, ist es bestimmt ein tolles Erlebnis. Für alle anderen ist es ein Zug der über eine Brücke fährt. 

Aber es ist mit Sicherheit der meist fotografierte Zug in Schottland, wir haben Menschen gesehen die sich mit Stativ in den Berghängen vorbereitet haben, heute habe ich ca. 70 davon gesehen. 

Nächste Etappe ist die Fähre in Mallaig. Dort waren wir im kurz vor 12:00 und grinsten den Mann an der Schranke an.  2 Tickets für 2 Motorräder, mach mal fertig, heute kannst du dickes Geschäft machen. Grinst der glatt zurück und meinte: „Alles ausgebucht , 15:20 ist wieder ein freier Platz. Was wir nicht wussten war das in Schottland langes Wochenende mit einem Feiertag am kommenden Montag ist. 

Also suchten wir uns ein kleines Restaurant um etwas zu essen und Zeit totzuschlagen. In der Sonne  war es dermaßen Wärmflasche wir tatsächlich Sonnencreme benutzt hatten. 

Endlich war es soweit, die Fähre war da


45 Minuten später waren wir auf der „Isle of Skye“. Zerklüftete Landschaften und unendliche Weiten


Leider kamen wir erst um 17:00 im Castle Dunvegan an und die einfache Aussage war: „Sorry, we arme closed“

Ein letzter Abstecher zu dem Teich der Feen sollte den Tag abschließen. Wäre nicht der 4 km lange Fußweg gewesen hätten wir sie auch gesehen. So blieb es bei einem Foto aus der Ferne. 


Ihr solltet die Bilder anklicken können um sie zu vergrößern. 

Uns so endet der Tag 


Und Peter hat gewonnen 😩

Tag 3

Heute sind wir ganz entspannt gegen 9:00 losgefahren – Bryan hat uns noch erzählt wir er an das Haus gekommen ist und warum er von London nach Schottland gezogen ist. Nicht zu fassen was alles beim Golfspielen in Kombination mit Rotwein passieren kann.

Dann sind wir 45km an der Ostküste vom Campletown nach Skipness gefahren. Wir haben dermaßen tiefenentspannt die Landschaft genossen das wir sogar von einem Auto überholt worden sind. Skipness ist der letzte Ort an der Straße, danach hießt es wenden und zurück. Immerhin gibt es dort eine sehr gepflegte Ruine die man ohne Eintritt ansehen kann.

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Ich nutzte gleich die Möglichkeit um ein paar Worte an meinen Clan zu richten

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Dann, irgendwann unterwegs, tatsächlich ein Schild am Straßenrand

Weiter ging es dann nach Oban. Auf den ersten Block denkt man das man in Rom ist, erblickt man doch ein Kolosseum in Hintergrund der Stadt.

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Jetzt ein bisschen Geschichte: Der McCaig’s Tower oberhalb der Stadt ist der nicht fertiggestellte Nachbau des Kolosseums in Rom. Der ortsansässige Bankier John Stuart McCaig ließ das Monument 1897 bauen, um die einheimischen Arbeiter während der arbeitsarmen Wintermonate zu beschäftigen und seiner Familie ein Denkmal zu setzen. Weder der geplante Turm im Inneren des Bauwerks noch die Statuen der Familie McCaig wurden jemals fertiggestellt, da alle Mitglieder der Familie bis 1904 starben oder verarmten.

Eigentlich hat jedes noch so schöne Castle eine blutige Geschichte, so auch das Castle Stalker bei Appin. Wer will kann hier nachlesen wie das mit Dugalds Rache zusammenhängt und wie man Baut und Witwe an einem Tag sein kann. Oder sich einfach nur am Foto erfreuen.

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Am Ende des Tages sind wir in Fort William angekommen und haben bei Ben im B&B Alba eine nette Unterkunft gefunden. Sitzen vor dem Haus in der Sonne mit Ausblick auf das Meer und die Berge und trinken Rotwein – Cheers

Vorgarten

Tag 2

Weiter ging nach einem guten Frühstück und schattigen 10 Grad zum „Battle of Banockburn“, einem ganz neuen 3D Event der einem die Schlacht von Schottland gegen England aus dem Jahre 1314 zeigt. Diese neue Attraktion befindet sich in  der Nähe von Stirling, also nur 20 km entfernt. Eintritt bezahlt, 3D Brille bekommen und los geht es.

Als erstes gab es einen doch recht langweiligen 3D  Film. Danach ging es in einen großen Raum bei dem man teilweise schon das Gefühl hatte, mittendrin – statt nur dabei zu sein. Als letztes gab es in eine Art Kampfsimultionsraum. Dort standen wir alle um ein Spielfeld bei dem man interaktiv die verschiedene Armeen steuern konnte. Im prinzip wie Risiko – nur in high tech. 25 Pfund hat der eintritt gekostet, 15 war er maximal wert.

Als wir zum nächsten Ziel unterwegs waren, sahen wir zufällig noch die Burg von Stirling –  also kurz anhalten, Helm ab, Bild schießen, weiterfahren – Japanischer Touristen Stil halt

Danach ging es zum „The Scottish Wool Centre“ in nach Aberdoyle. Es war aber nicht ganz die unentdeckte, noch echt schottische  Wollfabrik in der noch nach altem Brauch produziert wurde, es war eher eine Touristenattraktion. Also nichts gekauft und weiter.

Ein Blick auf das Navi zeigte 248 km an, das kann je nach Straße schon mal länger dauern. Aber da die Sonne rauskam war uns das egal.  Unsere Fahrt ging ein ganzes Stück um Loch Lomond herum, eine wunderschöne Straße, bei der man aber schon bei Schrittgeschwindigkeit fast abheben konnte. Irgendwie kam einen das Wort Achterbahn in den Kopf.
Irgendwann ging es dann nach Westen und Nacheiner Weile ging es immer mehr bergauf und die Gegend wurde immer weiträumiger. Vor uns ein Parkplatz mit grandiosem Ausblick.

Für heute hatten wir definitiv nicht die richtige Kleidung an, es waren 18 Grad bei besten Sonnenschein. Grund genug für eine Pause  an der Straße.

Sonne

 

Kurz vor unserer nächsten Bed & Breakfast Unterkunft noch eine kurze Pause am Meer.

Die nächste Pause war dann eher unfreiwillig und typisch für die Gegend.

Sind jetzt in Machrihanisch im Warren bei Bryan. Ein reines Familien B&B, super nett.

Tag 1

Die Nacht war besser gedacht als bei den Betten vermutet, dazu war die See total ruhig. So sind wir „erst“ um kurz vor 6 wach geworden und dann überlegt wann es Frühstück gibt, wann wir anlegen und wann wir die Motorräder bepacken sollen.

Der „Service Desk“, der der die ganze Nacht schon informierte Peter das es um
7 Uhr – Central European Time Frühstück gibt. auf die Frage von Peter ob denn in England die Uhr eine Stunde vorgeht, antwortete er ganz trocken: „On Board is always Central European time“. Diesen einzigen Satz gab er auf alle Fragen als Antwort, so das wir dann beschlossen haben auf die Lautsprecherdurchsage zu warten.

Ein Gang danach auf die Reling mit diesen Ausblick  ließ den Service Desk weit hinter uns und alle Aussagen zu schlechten Wetter vergessen.

Um 10 Uhr, natürlich Central European Time, haben wir angelegt und sind von Board gegangen gefahren um uns direkt danach in die Passkontrolle einzureihen. Gute alte Grenzkontrolle, kennt man gar nicht mehr.

Aber was will man bei diesem Wetter meckern, für England ist das „unbelieveable“, also Geduld und warten bis wir an der Reihe sind.

Jetzt geht es wirklich los — Linksverkehr — das ist wenn man den ersten Kreisel im Uhrzeigersinn fährt mehr als ungewöhnlich, schwierig ist es besonders nach dem links abbiegen nicht nach rechts zu fahren oder wenn man keine anderen Autos sieht.

Nach einer gemütlichen Fahrt durch kleine englische Dörfer und engen Straßen dann das finale Schild …

Und weiter geht es über riesige Weiten aber enge Straßen bis zu unserem ersten Hotel, dem Orchard Hotelin Falkirk. Dort steht nämlich das einzige Bauwert dieser Art weltweit, das Falkirk Wheel.

 

IMG_0791Auszug aus Wikipedia: Das Falkirk Wheel ist ein modernes Schiffshebewerk nahe der schottischen Stadt Falkirk, das durch seine Konstruktion in der Art eines Riesenrades einmalig auf der Welt ist. Link zum Artikel

Gut gegessen und getrunken, Artikel fertig, Gute Nacht 🙂

Boarding … Schottland wir kommen

Nachdem der Reifen einen neuen Schauch bekommen hat, ging es tatsächlich gegen 10:00 los.

Bis Köln hatten wir gutes Wetter, aber dann kamen ca. 350 km Regen. Guter Start um zu sehen ob wir gut vorbereitet sind. Wir sind zwar relativ trocken an der Fähre angekommen, aber Spaß sieht definitiv anders aus.

Egal, am Checkpoint im Regen die Tickets und den Personalausweis gezeigt und ab zur Fähre. Einfach unfassbar wie groß die ist, die sollte uns sicher und auch entspannt nach Newcastle bringen.


Wir waren sogar vor der offiziellen Boardingzeit da, haben im Regen gewartet und uns gefreut das Motorräder zuerst einfahren dürfen.


Fest verzurrt für alle Windstärken


Eine gute Pizza und ein New Castle Bier haben den Tag abgeschlossen über die Preise an Board reden wir nicht.

Wollten uns um 21:00 nur kurz hinlegen und dann war auch schon der nächste morgen da.

Montag morgen

Gerade bei MCA angekommen und sie haben tatsächlich einen Innenschlauch da. 

Der Nagel „scheint“ zwar nicht lang genug gewesen sein, aber mit dem Gefühl durch Schottland fahren wollte ich nicht. 

Letzte Vorbereitungen 

  • Die Taschen sind gepackt und verschnürt
  • Die GoPro ist festgeschraubt
  • Die gute Nikon mit GPS ist auch dabei
  • Die Jacke ist frisch imprägniert und bereit für den schottischen Regen
  • und das Ticket für die Fähre ist ausgedruckt
  •  ……  jetzt muss nur noch dad Motorrad Center in Altendiez mein Problem mit dem Reifen lösen